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Alt 16. July 2010, 20:40   #41
Die_Farbe_Lila weiblich
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LD, hab das noch nie gehört. Macht aber Sinn, wenn Bestrafungen nach bereits kleinen Regelverstößen erfolgen und dem Kind somit jede Bewegungsfreiheit genommen wird.

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd
Allerdings muss ich zu beiden Methoden sagen das sie nicht unter allen Umständen hilfreich sind, bzw. Situationsbedingt auch nicht - oder nur schwer - anzuwenden sind.
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. ;-)

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd
[...] sofern man die Möglichkeiten dieser Erziehungsmethodiken ausgeschöpft hat und den entsprechend üblichen bzw. spezifisch auf das Kind passenden Strafenkatalog durch hat finde ich ist die Strafe des Hintern-Versohlens nicht nur legitim, sondern auch notwendig um die Erziehung des Kindes zu gewährleisten.
Nein, das ist völlig absurd! Ich finde es erschreckend, dass hier doch einige zu solche Methoden in der Erziehung greifen würden.
Erstens hat jedes Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, sowohl aus rechtlicher als auch moralischer Sicht.
Zweitens, lebst du dem Kind damit nur falsche Lösungsstrategien vor und als Elterteil stellt man auch immer eine Vorbildfunktion dar. Kinder lernen am Modell und weil Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sind, wird eben viel nachgeahmt. Möchtest du denn, dass dein Kind später zu einem Schlägertypen wird? Ich glaube kaum.
Drittens, gibt es immer einen Lösungsweg. Wenn das Kind dich so auf die Palme bringt, sollte Ursachenforschung betrieben werden und ggf. die eigenen Erziehungsmethoden beleuchtet und kritische hinterfragt werden. Falls man selber nicht mehr weiterkommt, sollte Hilfe von außen geholt werden.

Damit mich keiner falsch versteht: Ich sage nicht, dass Eltern sich alles gefallen lassen müssen. Grenzen muss es geben und diese sollten auch eingehalten werden. Konsequenzen müssen sein, denn Kinder brauchen eine gewisse Lenkung.

Zitat:
Solange das Kind den "Gewinn" bzw. die "Belohnung" für das übertreten einer Grenze (Verbotes) höher einschätzt als die möglichen Strafen wird es sich nicht davon abschrecken lassen - beispiel Süßigkeiten mopsen vs. Hausarrest, Fernsehverbot, etc.
Eben deshalb sollte man sein Kind gut kenne und wissen, worauf es sensibel reagieren wird. Wie man es am besten bestrafen kann. Manch einer geht vielleicht gerne mit Freunden spielen und tobt draußen rum, da würde Hausarrest schon eine gewisse Beschränkung darstellen. Ein anderes Kind spielt vielleicht lieber gern alleine daheim mit seinen Puppen/Autos. Für den wäre Hausarrest nicht geeignet, aber sicherlich ließe sich auch da etwas finden.

Zitat:
Ich muss gestehen ich tendiere sowieso eher in die Ecke von Funktionaler Erziehung, da die Intentionale Erziehung sehr sehr leicht daneben gehen kann und ins Gegenteil dessen umschlägt was man eigentlich erreichen wollte.
Was meinst du damit?
Die Grenzen sind fließend. Intentionale Erziehung enthält immer auch etwas vom funktionalen. Andersrum geht es aber nicht.
Verbessert mich bitte, wenn ich da falsch liege.
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Jedem das Seine geben: Das wäre die Gerechtigkeit wollen und das Chaos erreichen.

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Alt 17. July 2010, 13:55   #42
RitterOhnePferd männlich
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Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Nein, das ist völlig absurd! Ich finde es erschreckend, dass hier doch einige zu solche Methoden in der Erziehung greifen würden.
Genau über den Punkt diskutieren wir hier ja gerade. Das es dich erscheckt liegt womöglich darin begründet das du es als simplen Akt sinnloser Gewalt ansiehst (bzw. anzusehen scheinst - meinem Eindruck nach zumindest).

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Erstens hat jedes Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, sowohl aus rechtlicher als auch moralischer Sicht.
Womit wir wiederum beim Thema Gewalt wären, bei dem ich auch den obigen Punkt mal aufgreifen möchte: Es gibt viele Arten von Gewalt. Körperliche, seelische, soziale, emotionale, etc. pp. - was dich abzuschrecken scheint ist die körperliche Gewalt bei Strafen (in Form des "den Hintern versohlen"). Allerdings finde ich das insofern inkonsequent als das du andere Formen der Gewalt durchaus als legitim ansiehst. Hausarrest - also den Entzug von Freiheit und (falls das Kind wenn es keinen Hausarrest hätte und mit Freunden spielen gehen würde) das Abschneiden eines Teils des sozialen Umfeldes - ist aber auch eine Form der Gewalt. Nur weil das Kind keinen körperlichen Schmerz dabei empfindet ist und bleibt diese Strafe im Kern doch gewaltätig (Soziale Gewalt).

Also pauschal "gewaltfrei" zu rufen, aber Hausarrest zu legitimieren passt möglicherweise nicht ganz zusammen

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Zweitens, lebst du dem Kind damit nur falsche Lösungsstrategien vor und als Elterteil stellt man auch immer eine Vorbildfunktion dar. Kinder lernen am Modell und weil Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sind, wird eben viel nachgeahmt. Möchtest du denn, dass dein Kind später zu einem Schlägertypen wird? Ich glaube kaum.
Das ganze hat überhaupt nichts mit "Lösungsstrategien" zu tun. Es geht hier nicht darum ein Problem zu lösen, sondern die Konsequenzen falschen Handelns eindeutig klar zu stellen. Das Kind soll lernen Verantwortungsbewusst und vor allem bedacht (kurz: sich über die Konsequenzen seines Handels im klaren) zu handeln.

Und was bezeichnest du jetzt als "Schlägertyp"? Sowohl Silencer, Maliarda und auch ich wurden - wie du ja sicherlich schon gelesen hast - als Kinder mal "geschlagen". Allerdings - und da lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster - behaupte ich das keiner von uns dreien ein "Schlägertyp" ist, und jeder von uns in der Lage ist, Konflikte mithilfe eines verbalen Schlagabtausches zu lösen (ja diese Allegorie musste jetzt sein ).

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Drittens, gibt es immer einen Lösungsweg. Wenn das Kind dich so auf die Palme bringt, sollte Ursachenforschung betrieben werden und ggf. die eigenen Erziehungsmethoden beleuchtet und kritische hinterfragt werden. Falls man selber nicht mehr weiterkommt, sollte Hilfe von außen geholt werden.
Wieso auf die Palme bringen? Das hat - zumindest für mich - nichts mit Wut oder ähnlichem zu tun. Sondern nur mit konsequentem Handeln.
Etwas plump ausgedrückt: Ich setze Grenzen und bestimme ein Strafmaß bei einer Übertretung. Ich erkläre dem Kind wieso diese Grenze da ist, und was passiert wenn es sie übertritt. Das Kind übertritt sie also trägt es die Konsequenzen.

Das es durchaus Elternhäuser gibt in denen das anders abläuft - natürlich. Aber ich spreche ja jetzt auch gerade für mich und nicht für die Allgemeinheit

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Damit mich keiner falsch versteht: Ich sage nicht, dass Eltern sich alles gefallen lassen müssen. Grenzen muss es geben und diese sollten auch eingehalten werden. Konsequenzen müssen sein, denn Kinder brauchen eine gewisse Lenkung.
Jap, volle Zustimmung meinerseits

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Eben deshalb sollte man sein Kind gut kenne und wissen, worauf es sensibel reagieren wird. Wie man es am besten bestrafen kann. Manch einer geht vielleicht gerne mit Freunden spielen und tobt draußen rum, da würde Hausarrest schon eine gewisse Beschränkung darstellen. Ein anderes Kind spielt vielleicht lieber gern alleine daheim mit seinen Puppen/Autos. Für den wäre Hausarrest nicht geeignet, aber sicherlich ließe sich auch da etwas finden.
Und angenommen der Fall das derartige "Beschränkungen" keine Wirkung auf das Kind haben? Hausarrest - na gut spiel ich halt drinnen. Fernsehverbot - na gut schau ich halt wenn keiner daheim ist. Süßigkeitenverbot - na gut, kletter ich halt selbst auf den Schrank. Das trifft natürlich nicht auf alle Kinder zu, aber es gibt durchaus Kinder die viel verkraften und bei denen derartige Strafen keinen großen Eindruck hinterlassen...

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Was meinst du damit?
Die Grenzen sind fließend. Intentionale Erziehung enthält immer auch etwas vom funktionalen. Andersrum geht es aber nicht.
Verbessert mich bitte, wenn ich da falsch liege.
Grundsätzlich hast du recht. Ich selbst sehe die Funktionale Erziehung in dem Sinne kritisch das jemand versucht dem Kind bestimmte Verhaltensmuster aktiv anzuerziehen indem es vor vorgefertigte Probleme gestellt wird und diese dann auf die "eine richtige Weise" zu lösen hat.
Sieht man extrem oft in Kindergärten und Grundschulen. Die "Pädagogen" bzw. "Erzieher" dort haben ihre eine großartige Methode beigebracht bekommen und wenden sie ohne Rücksicht auf Verluste auf die Kinder an.

Habe mich daher wohl in meinem vorhergehenden Post nicht so ganz klar ausgedrückt - Sorry .

In meinen Augen sollte jedes Kind die Welt auf seine eigene Art und Weise kennenlernen dürfen. Man darf ihm Angebote machen, die Entscheidung diese anzunehmen sollte aber nach wie vor bei dem Kind selbst liegen. Und solang das Kind "nicht vom Weg abkommt" sollte man es einfach machen und lernen lassen.
Das "vom Weg abkommen" sollte ich allerdings besser noch ein wenig ausführen, ich probiere das mal an einem Beispiel und hoffe der Gedanke dahinter wird klar: Ein Kind möchte mit einem Spielzeug spielen das ein anderes Kind hat. Solange das erste Kind jetzt nicht hingeht und dem zweiten das Spielzeug einfach wegnimmt muss man da meines Erachtens noch nicht eingreifen - wer die Situation kennt und mal darüber nachdenkt wird erstaunt sein wie oft Kinder völlig von selbst zu einer einvernehmlichen Lösung kommen. Ein direktes Eingreifen um einen "möglichen" (große Betonung auf möglich) Konflikt der in einem von mehreren Fällen daraus werden würde vorzubeugen halte ich für falsch.

Ich hoffe ich hab es vernünftig beschrieben...ist gar nicht so einfach das irgendwie aufzuschreiben
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Alt 17. July 2010, 16:11   #43
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Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Genau, das meinte ich. Man neigt dazu, eine allgemeine Lösung für jedes Kind zu finden, doch die gibt es nicht. Deshalb kann ich dir deine Frage nach der Konkretisierung auch nicht beantworten, weil es von Kind zu Kind stark varriert. Es gibt schon Ansätze, doch nicht jedes Kind hat die gleichen Interessen und Wünsche. Wenn man die kennt, ist es bedeutend einfacher, etwas zu finden, womit man sie verstärken bzw. bestrafen kann.
okay, ja klar machts sinn, dass nicht alle kinder gleich behandelt werden sollten. entschuldige, hab da irgendwie zu wenig nachgedacht. ich stellte mir solche situationen immer so vor "wenn ich mal ein kind habe und das dann das und das tut"..aber das ist ja einfach noch kein konkretes kind.

stelle mir aber, wie ritterohnepferd, auch die frage, welche strafen denn legitim sind.

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Natürlich müssen Eltern als Autoritätspersonen angesehen werden, was aber nicht heißt, dass der wichtigste Aspekt in der Erziehung, absolute Gehorsam sein muss.
Kinder brauchen das auch, weil sie sich an jemanden orientieren müssen, sie brauchen ein System.
aber widersprichen sich die zwei dinge "dem kind alles genau erklären" und die eltern als autoritätspersonen nicht? wenn jemand autoritär ist, dann tut man das, was derjenige sagt, ohne es zu hinterfragen. aber ein kind hat doch das recht zu erfahren, warum jenes verhalten gut ist und warum ein anderes schlecht. wobei auch gesagt werden muss, dass die eltern ja nicht die absolute wahrheit kennen, mit der zeit beginnen sich ja auch kinder selber darüber gedanken zu machen, warum jenes falsch/richtig ist. und dann muss doch eher eine diskussion stattfinden, als ein 'erklären' seitens der eltern.

btw. wir reden hier doch vor allem über jüngere kinder. vielleicht so bis sieben, acht. ld und ritterohnepferd, wie stellt ihr euch das denn bei älteren kindern vor? oder gar bei teenagern? da klappt das mit 'hintern versohlen' wohl kaum mehr? zumal wenn man sich einen fünfzehnjährigen jungen vorstellt, der ne kleine, zierliche mutter hat, die ihn dann bestrafen sollte..
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Alt 17. July 2010, 18:59   #44
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Zitat:
Zitat von vegi Beitrag anzeigen
wie kommt man auf die idee kinder und tiere zu vergleichen? tiere kommunzieren untereinander auch mal mit bissen und tritten, allerdings nur um zu zeigen, wer da der chef ist. und als mensch muss man gegenüber dem tier auch die haltung des chefs einnehmen, da man es führen muss.
Kinder hauen sich doch auch dauernd gegeneinander?
Also gewisse Verhaltensweisen sind da schon gleich.
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Alt 17. July 2010, 19:40   #45
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Von einem Tier erwartest du aber nicht, dass es irgendwann in der Lage ist, Verantwortung für sich und seine Umwelt zu übernehmen und selbstbestimmt zu leben. Der Hund wird immer ein Hund sein, der auf das Herrchen/Frauchen hören soll und dessen Lebenswelt, salopp ausgedrückt, zwischen Fressnapf und Gassigehen liegt. Ein Kind wird irgendwann erwachsen und spätestens dann Verantwortung für sich und andere übernehmen müssen. Um dem gerecht werden zu können braucht es gewisse Grundlagen, die in der Erziehung gelegt werden. Das ist beim Tier einfach grundlegend anders.
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Alt 17. July 2010, 22:20   #46
Die_Farbe_Lila weiblich
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Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
. Allerdings finde ich das insofern inkonsequent als das du andere Formen der Gewalt durchaus als legitim ansiehst. Hausarrest - also den Entzug von Freiheit und (falls das Kind wenn es keinen Hausarrest hätte und mit Freunden spielen gehen würde) das Abschneiden eines Teils des sozialen Umfeldes - ist aber auch eine Form der Gewalt.
Deine Kritik ist durchaus berechtigt, allerdings muss ich sagen, dass ich die Folgen eines solchen vorübergehenden Freiheitsenzugs als weniger problematisch einstufe, als körperliche Züchtigung.
Mag sein, dass du das anders sieht. In diesem Fall würde mich eine Begründung sehr interessieren.

Allgemein lässt sich wohl sagen, dass die Strafe in einem akzeptablem Verhältnis zum Regelverstoß stehen muss. Vor allem sollte sie konstruktiv sein und dem Kind ermöglichen können, die Konsequenzen seines Handelns nachvollziehen zu können. Es muss ja lernen Verantwortung zu übernehmen. Hier hast du insofern Recht, dass die Bestrafung mit dem Hausarrest meist sinnlos erscheint und selten mit einer Grenzübertretung vereinbar ist. Hat das Kind mit einem Marker die ganze Wand angemalt, existiert hier keine Relation zu der Bestrafung mit Hausarrest. Zwei Sachen, die nichts miteinander zu tun haben. Das Kind wird somit nichts dabei lernen.
So sieht es auch mit einer - wenn auch bewussten und nicht aus einer Affekthandlung herführenden - Prügelstrafe aus. Was genau lernt das Kind dabei?

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Und was bezeichnest du jetzt als "Schlägertyp"? Sowohl Silencer, Maliarda und auch ich wurden - wie du ja sicherlich schon gelesen hast - als Kinder mal "geschlagen". Allerdings - und da lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster - behaupte ich das keiner von uns dreien ein "Schlägertyp" ist, und jeder von uns in der Lage ist, Konflikte mithilfe eines verbalen Schlagabtausches zu lösen (ja diese Allegorie musste jetzt sein ).
Ich würde sagen, dass es euch in der Hinsicht geschadet hat, dass ihr die gleiche Denkweise entwickelt habt und das finde ich bedenklich. Wobei Maliarda wohl gegen einen solchen Erziehungsstil ist, was wahrscheinlich (vermute ich jetzt einfach) auch mit ihrer Ausbildung zu tun hat. ;-)
Es gibt auch Eltern, die da bewusst entgegensteuern und dann gerade wegen ihrer Kindheitserlebnisse gegen ein solches Vorgehen bei ihren Kindern sind. Doch auch hier gibt es genügend Beispiele, wo das nicht hingehauen hat und diesen Eltern unabsichtlich die Hand ausgerutscht ist. Und warum? Einfach weil die Muster noch vorhanden sind und diese unbewusst durchdringen. Man sollte die Auswirkungen also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Wieso auf die Palme bringen? Das hat - zumindest für mich - nichts mit Wut oder ähnlichem zu tun. Sondern nur mit konsequentem Handeln.
In der Praxis sieht es aber oft anders aus. Meistens ist das ein Versuch die Ohnmacht und Frustration, die man als Erwachsener in solchen Sitautionen verspürt durch Macht wiederherzustellen.

Gut, bei dir geschieht das aus einer Vorüberlegung heraus, was aber nicht weniger schlimm ist.
Ich möchte nicht allzu persönlich werden und erwarte auch keine Antwort auf diese Frage, die solltet ihr euch selbst beantworten, aber: Wie habt ihr euch als Kind gefühlt, wenn euch mal der Hintern versohlt wurde? Damit meine ich weniger den körperlichen Schmerz.

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Und angenommen der Fall das derartige "Beschränkungen" keine Wirkung auf das Kind haben? Hausarrest - na gut spiel ich halt drinnen. Fernsehverbot - na gut schau ich halt wenn keiner daheim ist. Süßigkeitenverbot - na gut, kletter ich halt selbst auf den Schrank. Das trifft natürlich nicht auf alle Kinder zu, aber es gibt durchaus Kinder die viel verkraften und bei denen derartige Strafen keinen großen Eindruck hinterlassen...
Wenn du aber dadurch deine geliebte Sendung verpasst hast? Mag für dich vielleicht jetzt nichtig erscheinen, aber ein Kind sieht das ja aus einer anderen Perspektive.
Aber da wieder die Frage: Wann sollte man Süßigkeitenverbot erteilen, wann Fernsehverbot und wann Hausarrest?

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Grundsätzlich hast du recht. Ich selbst sehe die Funktionale Erziehung in dem Sinne kritisch das jemand versucht dem Kind bestimmte Verhaltensmuster aktiv anzuerziehen indem es vor vorgefertigte Probleme gestellt wird und diese dann auf die "eine richtige Weise" zu lösen hat.
Eine richtige Weise für alle Kinder gibt es nicht. Es gibt viele richtige Maßnahmen, da kommt es auf das geschulte Auge von einem Pädagogen darauf an, welche er jetzt für sinnvoller hält.

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Sieht man extrem oft in Kindergärten und Grundschulen. Die "Pädagogen" bzw. "Erzieher" dort haben ihre eine großartige Methode beigebracht bekommen und wenden sie ohne Rücksicht auf Verluste auf die Kinder an.
Kannst du mir da vielleicht ein Beispielt geben? Dann könnte man darüber vielleicht ausführlich diskutieren. ;-)

Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Ein direktes Eingreifen um einen "möglichen" (große Betonung auf möglich) Konflikt der in einem von mehreren Fällen daraus werden würde vorzubeugen halte ich für falsch.
So sehe ich das auch.
Man sollte Kindern schon die Möglichkeit geben, ihre Konflikte selbst lösen zu dürfen. Denn dazu sind sie meist sehr wohl in der Lage, einmischen ist hier Fehl am Platz und wirkt sich eher hemmend auf die Entwicklung des Kindes aus.

Zitat:
Zitat von vegi
aber widersprichen sich die zwei dinge "dem kind alles genau erklären" und die eltern als autoritätspersonen nicht? wenn jemand autoritär ist, dann tut man das, was derjenige sagt, ohne es zu hinterfragen.
Ich denke wir sollten die Begriffe vielleicht mal defininieren.
Autorität und autoritär ist für mich jedenfalls nicht dasselbe.
Autoritär handeln, hat - wie du bereits erwähnt hast - etwas mit Gehorsam zu tun, allerdings ohne die Taten und Meinung zu hinterfragen. Das sollte allerdings nicht das Ziel der Erziehung sein.

Eine Autoritätsperson hingegen ist jemand, von dem man zwar Respekt hat, dies aber in einem positiven und wohlwollendem Sinne.
Wenn man als Eltern Regeln aufstellt, und zwar begründete und keine willkürlichen, dann hat das Kind diese zu akzeptieren und zu respektieren. Man muss sich dann als Elternteil natürlich demensprechend verhalten und nicht vergessen, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich hoffe, das Missverständnis konnte somit aufgeklärt werden.
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Friedrich Nietzsche
Die_Farbe_Lila ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23. July 2010, 11:39   #47
RitterOhnePferd männlich
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Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Deine Kritik ist durchaus berechtigt, allerdings muss ich sagen, dass ich die Folgen eines solchen vorübergehenden Freiheitsenzugs als weniger problematisch einstufe, als körperliche Züchtigung.
Mag sein, dass du das anders sieht. In diesem Fall würde mich eine Begründung sehr interessieren.
Ich stufe sie nicht als pauschal "weniger" problematisch ein, sondern als "anders" problematisch - Mir ging es in meiner Argumentationskette eher darum das "gewaltlose Erziehung" ins Rechte Licht zu rücken. Hausarrest und ähnliches sollte nach Möglichkeit vor einer körperlichen Strafe kommen. Warum? Uff...grundsätzlich einfach weil man eine körperliche Strafe nicht steigern kann, außer mit noch mehr körperlicher Gewalt. Und da gibt es definitiv Grenzen die man niemals und unter keinen Umständen überschreiten sollte. Beispielsweise würde ich niemals zu einem Gegenstand als Hilfsmittel greifen.


Das die Strafe immer in Beziehung und Relation zum Vergehen muss sehe ich auch so, da stimme ich dir völlig zu

Das wichtige - und ich hoffe das kommt auch in meinen schon geschriebenen Beiträgen heraus - ist für mich das erklären vor der Strafe. Solange das Kind weiss warum es jetzt bestraft wird kann es das ganze in Relation setzen.
Hier kann ich jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber da ich immer wusste wieso ich diese Strafe nun erhalte habe ich es niemals als emotional oder sinnlos empfunden, sondern schlichtweg als verdiente Strafe (najagut, manchmal waren meine kleinen Schwestern Schuld, aber das man dann stillschweigend die Strafe an ihrer statt akzeptiert gehört halt zum großer Bruder sein dazu...das ist aber wieder eine andere Geschichte...).

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Ich würde sagen, dass es euch in der Hinsicht geschadet hat, dass ihr die gleiche Denkweise entwickelt habt und das finde ich bedenklich.
Ich verstehe das du als jemand der es grundsätzlich ablehnst bedenklich findest. Aber die Frage ist doch wie du als Aussenstehende das im Vergleich zu jemandem siehst der es (im Nachhinein) als positiv ansieht. Natürlich war es damals nicht unbedingt immer schön, aber geschadet hat es mir nicht. Ich werde es mit Sicherheit nicht 1:1 so machen wie meine Eltern, aber ich denke doch das aus mir ein anständiger Mensch geworden ist und mir diese Strafen wenn man es aufsummieren würde eher gut als schlecht getan haben. Von daher finde ich kann man nicht unbedingt von "geschadet" reden, sondern eher von unterschiedlichen Erfahrungswerten und dem richtigen/falschen Anwenden seitens der Eltern.

Mmh...mit dem Absatz bin ich noch nicht gänzlich zufrieden, aber ich hoffe mal das der Gedanke dahinter klar wird. Falls nicht versuche ich es dann nochmal anders auszudrücken (hatte grad auch erst einen Kaffee ).

Du hast natürlich Recht wenn du sagst das es prägt und - auch wenn die Umschreibung mir nicht ganz so schmeckt - "die Muster noch vorhanden sind".
Allerdings habe ich den Eindruck das du immer vom schlimmstmöglichen Fall ausgehst. Probier doch mal die Extremfälle auszuklammern und es dann neu zu überdenken

Aber vielleicht mal als kontoverse Aussage zum drüber nachdenken: Wer wüsste denn besser wie schmerzlich eine entsprechende Strafe ist als jemand der sie in ähnlicher Situation erlebt hat?

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
In der Praxis sieht es aber oft anders aus. Meistens ist das ein Versuch die Ohnmacht und Frustration, die man als Erwachsener in solchen Sitautionen verspürt durch Macht wiederherzustellen.
Diesen Fall angenommen haben die Eltern etwas falsch gemacht. Am Ende des Tages haben immer zwei Menschen ein Kind - und auch Alleinerziehende haben Freunde, Eltern oder jemand anderen zum reden. Wenn die Eltern sich von dieser Ohnmacht und Frustration leiten lassen ist bei ihrer Erziehung schon was schief gelaufen.
Es gibt immer die Möglichkeit mit anderen über eine angemessene Strafe oder andere Konsequenzen zu reden wenn man selbst nicht mehr weiterkommt. Bis man darüber geredet hat oder sich entsprechend abgekühlt hat kann man das Kind auch ruhig eine Weile auf sein Zimmer schicken.

Davon mal abgesehen haben auch Kinder sehr emotionale Momente und oft ist es sogar ganz gut wenn man bei gewissen "Vergehen" (blödes Wort...) dem Kind erstmal selbst noch Zeit gibt darüber nachzudenken bevor man es direkt bestraft.


Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Gut, bei dir geschieht das aus einer Vorüberlegung heraus, was aber nicht weniger schlimm ist.
Ich möchte nicht allzu persönlich werden und erwarte auch keine Antwort auf diese Frage, die solltet ihr euch selbst beantworten, aber: Wie habt ihr euch als Kind gefühlt, wenn euch mal der Hintern versohlt wurde? Damit meine ich weniger den körperlichen Schmerz.
Da der Absatz in meinen Augen doch wichtig für die Diskussion ist zitiere ich ihn dann nochmal - auch wenn ich die Antwort schon gegeben habe.

Allerdings wieso ist es aus einer Vorüberlegung heraus nicht weniger schlimm?


Jap du hast Recht das die Strafen für jedes Kind individuell schlimmer oder weniger schlimm sind. Eine pauschale Aussage kann man da ganz und gar nicht treffen. Ich denke aber als Richtung sollte man versuchen die Strafen nach Ähnlichkeit zum Vergehen zu wählen. Wenn das Kind beispielsweise ein Eis aus der Kühltruhe mopst wäre ein Süßigkeiten Verbot meines Erachtens sinnvoller als ein Fernsehverbot. Natürlich kann man nicht immer eine solche "Zuordnung" machen, aber zumindest grundsätzlich als Richtung macht das in meinen Augen Sinn.


Puh...nun der Abschnitt mit den Pädagogen. Ich muss gestehen das ich hier ein klein wenig vorbelastet bin und bisher wenig bis gar keine guten Erfahrungen mit denen gemacht habe. Ich denk nochmal über deine Aussage und deine Frage nach und versuch da später eine vernünftige Antwort drauf zu geben

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Ich denke wir sollten die Begriffe vielleicht mal defininieren.
Autorität und autoritär ist für mich jedenfalls nicht dasselbe.
[...]
Ich hoffe, das Missverständnis konnte somit aufgeklärt werden.
Jap. Schöner Absatz

*Ich hab jetzt mal versucht nicht so viel zu zitieren um es leserlicher zu gestalten...bezieht sich alles auf den Post über diesem.
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RitterOhnePferd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23. July 2010, 15:26   #48
Kücken
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strafen führen eben dazu was ritter ohne pferd schon sagte (ich hoffe das warst du) er habe gewusst, dass die strafe da war, weil er sich schon wieder habe erwischen lassen. genau das war auch immer meine assoziation mit jeder strafe die ich bekommen habe.

maliarda du hattest gefragt was sonst gemacht würde wenn sie gegen regeln verstoßen- bin etwas spät dran, aber lies einfach was die farbe lila geschrieben hat zum thema schlechtes verhalten ignorieren, gutes loben. ganz abgesehen davon gibts hier keine regelverstöße. also ka, w
vll seh ich auch grad keine aber sag mir mal typische regelverstöße von kindern von 3-10 J.vll. kann ich dann besser antworten, mir fällt grad nichts ein. der dreijährige fällt mir grad ein, hats nicht so mit dem umgang mit tieren. vermutlich weil hier ein sehr grober umgang mit tieren herrscht (hauptsächlich jetzt der welpe) und die einfach gehorchen müssen und er kann nicht einschätzen wann man grob zu nem tier sein darf und wann nicht. aber das ist nicht seine schuld. wenn ich zeit hab spiel ich dann mit ihm und dem hund (ohne grobheiten) oder ich nehm ihn einfach zur seit und sage dass das böse ist, muss manchmal auch mehrmals passieren, oder mit einer demonstration(nicht dass ich dabei sam tatsächlich wehtu, ich deute nur an was er grade beim hund gemacht hat)
man muss dazu sagen sam hat down syndrom und ist schwer von begriff^^ deshalb zeig ich ihm auch wie man mit dem hund richtig spielt, statt es nur zu erklären, oder zeige was er schlechtes gemacht hat statt es nur zu erklären.
wenn ich es mal nicht sehe, nehmen die dinge ihren lauf, hund (ein sehr sehr geduldiges tier) kratzt oder shcnappt irgendwann, sam weint und hat immer noch nicht gelernt ;-)

beim ältesten klappts nicht su super, vll ist er auch schon zu alt und "ver" zogen wobei alle im allgemeinen sehr brave kinder sind und immer besser werden. (nicht meine wahrnehmung, sagen kindergarten/schule/verwandte, klavierlehrer- ich kanns schwer beurteilen)

sry, habs nich mit strukturiertem schrieben.

//1- ich weiss nicht obs mit allen kindern so funktioniert. ich werds irgendwann bei meinen eignen sehen^^ ich hatte auch shcon mit kindenr zu tun da gings nicht so auf die shcnelle innerhalb einiger monate, aber da müssen die eltern nat. auch mitpsielen, und an der schule kann mans mehr oder minder eh vergessen, keine zeit, und man kann auch nichts richten was die eltern anders machen. als ich an der shcule (für behinderte) geabeitet hab gabs schon strafen, generell ausschluss aus der gemeinschaft für besimmte zeit, zB mittagessen am eignen tisch.

2-an alle möchtegernsupereltern- wartet mal bis ihr selbst kinder habt;-) theoretisch ist das alles immer schön einfach.
Kücken ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23. July 2010, 21:58   #49
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Zitat:
Zitat von RitterOhnePferd Beitrag anzeigen
Das die Strafe immer in Beziehung und Relation zum Vergehen muss sehe ich auch so, da stimme ich dir völlig zu
Ja, aber genau darum geht es. Eine Prügelstrafe steht in keiner Beziehung zu dem Vergehen. Egal, welches es auch sein mag. Ich finde, dass ein Kind etwas von einer "Strafe" haben sollte, es sollte pädagogisch wertvoll sein (das wollte ich hier mit dem Wort konstruktiv aufzeigen). Kannst du mir ein Beispiel geben, wo für dich eine körperliche Strafe gerechtfertigt wäre? Dann kommen wir vielleicht auch weiter.

Natürlich ist es enorm wichtig, dem Kind vor der eigentlichen Strafe zu erklären, warum man zu dieser greift. Es ist aber genauso wichtig herauszufinden, warum das Kind diese Grenze überhaupt überschritten hat. Also nicht nur reden und erklären, sondern auch zuhören können, ist hier von großer Bedeutung.

Zitat:
Hier kann ich jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber da ich immer wusste wieso ich diese Strafe nun erhalte habe ich es niemals als emotional oder sinnlos empfunden, sondern schlichtweg als verdiente Strafe (najagut, manchmal waren meine kleinen Schwestern Schuld, aber das man dann stillschweigend die Strafe an ihrer statt akzeptiert gehört halt zum großer Bruder sein dazu...das ist aber wieder eine andere Geschichte...).
Das magst du jetzt so sehen, ich bezweifle aber (möchte damit hier nicht sagen, dass du lügst), dass es einem als Kind so wenig ausmacht. Ich kann mich bei dir auch irren, wenn dem so ist, dann verzeih' mir bitte, aber normal würden es die meisten Kinder als sehr ungerecht empfinden. So zumindest meiner Erfahrung nach.

Ob physische Gewalt seitens der Eltern einem Individuum geschadet hat, kann man eigentlich fast gar nicht überprüfen, zumindest wenn es keine traumatischen Auswirkungen hat. Fakt ist jedoch, dass diese Erfahrung unsere Persönlichkeit beeinflusst, die Beziehungen zu anderen Menschen, Normvorstellungen und viele weitere Dinge im Leben. Insofern hast du Recht damit, dass ich mich mit meiner Aussage sehr weit aus dem Fenster lehne, doch glaube ich nicht, dass es hierbei positive Folgen für die Entwicklung eines Kindes gibt (ohne nur kaum).

Zitat:
Allerdings habe ich den Eindruck das du immer vom schlimmstmöglichen Fall ausgehst. Probier doch mal die Extremfälle auszuklammern und es dann neu zu überdenken
Über die Häufigkeit dieser Fälle bin ich nicht informiert (vielleicht finde ich noch was passendes dazu), allerdings kann man das Vorhandensein nicht leugnen. Zumindest die Tatsache, dass jeder Mensch gewisse Muster im Laufe seines Lebens entwickelt, ist nicht von der Hand zu weisen. Diese müssen natürlich nicht bei jedem ausbrechen, aber die Gefahr ist trotzdem da.

Zitat:
Es gibt immer die Möglichkeit mit anderen über eine angemessene Strafe oder andere Konsequenzen zu reden wenn man selbst nicht mehr weiterkommt. Bis man darüber geredet hat oder sich entsprechend abgekühlt hat kann man das Kind auch ruhig eine Weile auf sein Zimmer schicken.
Viele solcher Strafen oder hier vielleicht besser - Ausrutscher passieren aus Affekt heraus (die Meisten sind sich über diesen Machtverlust nicht mal bewusst). Man kennt das doch: Der Morgen hat schon mies angefangen, dem Chef sagt dein neues Projekt nicht zu, die Freundin versetzt dich. Auf dem Weg nach Hause kommt man in einen Stau und zu guter Letzt, wird dein Auto abgeschleppt, weil du in einem Halteverbot parkst (weil du vielleicht kurz Medikamente abgeholt hast) und du musst völlig übermüdet nach Hause laufen. Zuhause warten Kinder auf dich, die mit Essen versorgt werden wollen, die Wäsche steht noch an und du hast einem Freund versprochen, seinen kaputten DVD Player anzuschauen. Man ist also eh schon völlig fertig mit den Nerven und deine Kinder wollen einfach keine Ruhe geben. Es kommt zu einem Streit und eine winzig kleine Sekunde denkst du nicht nach - du handest. Das Kind weint und du fühlst nur noch Reue, weil du erkennst, dass du die Situation völlig überbewertet hast.
Ja, wirst du mir da nicht zustimmen, dass man für so einen Menschen doch Verständis aufbringen kann?
Hingegen bei einer überlegten Handlung, kurz einem ganz anderen Erziehungsstil, welches über Jahre praktiziert wird, hält sich mein Mitgefühl doch in Grenzen


Zitat:
Davon mal abgesehen haben auch Kinder sehr emotionale Momente und oft ist es sogar ganz gut wenn man bei gewissen "Vergehen" (blödes Wort...) dem Kind erstmal selbst noch Zeit gibt darüber nachzudenken bevor man es direkt bestraft.
Du meinst also, du schickst es noch kurz ins Zimmer, damit es über seine Handlungen nachdenkt und bestrafst es später? Nach dem Motto: "In zwei Stunden bist du wieder da, damit du deine gerechte Prügelstrafe bekommst, aber vorher denkst du darüber nach!"


Alles, was ich hier schreibe, beruht natürlich auf wenigen praktischen Erfahrungen und vorwiegend theoretischen Wissen. All das ist nur Kindergartenpsychologie, wie ich mich dann tatsächlich als Mutter anstelle, kann ich jetzt natürlich noch nicht wissen. Ich glaube, das wird sehr anstrengend. ;-)
Trotzdem möchte ich betonen, dass Erziehung mit zielgerichtete Handeln zu tun hat, eine bewusste Auseinandersetzung ist also sehr wünschenswert.

Ich hoffe auch, dass wir manche Eltern mit unserer Diskussion hier nicht abgeschreckt haben und würde mich weiterhin auf Erfahrungswerte freuen.
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Geändert von Die_Farbe_Lila (24. July 2010 um 11:47 Uhr)
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Alt 28. July 2010, 09:47   #50
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So dann mal (endlich *g*) nochmal was dazu von mir:

Wieso sollte es in keiner Beziehung zum Vergehen stehen wenn man dem Kind den Hintern versohlt? Klar ist das für "Bagatelldelikte" keine vernünftige Strafe. Wann ist das für mich eine gerechtfertigte Strafe? Berechtige Frage, schwierig darauf zu antworten, da die bisherige Diskussion ja eher darum rankte das du es grundsätzlich ablehnst, ich es jedoch nicht grundsätzlich ausschliesse, aber ich versuche trotzdem mal eine passende Diskussion zu beschreiben.

Eine Situation die das rechtfertigen würde wäre für mich beispielsweise wenn ein Kind ein anderes vorsätzlich verletzt - wenn sie im Sandkasten spielen, das eine Kind möchte den Eimer haben bekommt ihn jedoch nicht und haut das andere Kind dann einfach so mehrfach mit der Schaufel.


Zu sagen das es wichtig ist herauszufinden warum ein Kind eine bestimmte Grenze überschritten hat ist natürlich wichtig, allerdings überschreiten Kinder die ihnen gesetzten Grenzen nicht immer aus einem bestimmten ("vernünftigen") Grund. Kinder haben auch ihre "Trotzphasen" in denen sie es einfach vorsätzlich tun um die Eltern zu einer Reaktion zu provozieren, oder um auszutesten wie weit sie gehen können.
Sowas kommt je nach Kind unterschiedlich häufig vor und das - in meinen Augen - einzig sinnvolle ist es hinzunehmen und zu warten bis diese Phase abgeschlossen ist. Direkt eine Psychoanalyse zu starten und zu überlegen was falsch gelaufen ist bringt da nichts - außer das sie höchstens schadet (wie fast immer...).


Natürlich kann ich hier nur für mich selbst sprechen - und das aus einer Perspektive die ein paar Jahre älter ist als die gemachten Erfahrungen. Das es Kinder durchaus als ungerecht empfinden können liegt im Bereich des möglichen. Aber nur weil ein Kind es zu dem Zeitpunkt als ungerecht empfindet (empfinden könnte...) ist das noch kein Grund es pauschal auszuklammern wenn es dem Kind auf lange Sicht helfen würde. Hier muss man denke ich den Langzeiteffekt mit in Betracht ziehen.
Von daher ist deine Erfahrung und die Schlussfolgerung die du daraus ziehst normal und größtenteils berechtigt, aber die Betrachtungsweise vielleicht ein wenig zu eingeengt


Jaaa...hat es nun positive oder negative Folgen...ich schätze darüber kann man Ewigkeiten diskutieren oder seitenlange Studien verfassen, und am Ende kommt es doch auf die Gesamtsituation an. An dieser Stelle können wir keine Aussage treffen, das wir da leicht unterschiedliche Ansichten haben ist ja schon offensichtlich, aber das macht ja nichts

Über den Grad der Beeinflussung könnten wir jetzt auch wieder streiten, aber - wie du schon schön gesagt hast - kann sich da nur jeder von uns weit aus dem Fenster lehnen. Das bei völlig falscher Anwendung von Strafen - egal welcher Art - traumatische Auswirkungen als Folgeerscheinung auftreten können ist eine berechtigte Sorge. Hier die anderen Strafen auszuklammern würde ich als ein wenig ungerecht empfinden, da ein Kind das quasi unter Dauerhaftem Hausarrest steht auch "Schäden" davontragen kann.

Da es vom Mißbrauch der Strafe, den Umständen und der geistigen Stärke des jeweiligen Menschen abhängt bin ich aber auch hier der Ansicht das eine eindeutige Aussage zugunsten einer Seite nicht möglich ist.


Die Affekthandlung hast du schön beschrieben, aber das ist einer der Punkte auf die ich hinauswollte. Jeder Mensch ist für sein Handeln verantwortlich und muss die Konsequenzen tragen - im bestmöglichsten Fall sollte man sich über die Konsequenzen vor der Handlung im klaren sein.

Ein vereinzelter Fehler, eine Affekthandlung quasi, kann jedem Menschen passieren, jedoch ist ein einzelner Ausrutscher für mich etwas anderes als wiederholte Ausrutscher. Wer sehr stark emotional wird und die Situation falsch bewertet - und als Resultat einen Fehler begeht - soll jetzt nicht von mir hier verurteilt werden, sondern diejenigen bei denen es "andauernd" dazu kommt. Absolut allerspätestens nach dem zweiten Mal wird es völlig Verantwortungslos.

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Ja, wirst du mir da nicht zustimmen, dass man für so einen Menschen doch Verständis aufbringen kann?
Hingegen bei einer überlegten Handlung, kurz einem ganz anderen Erziehungsstil, welches über Jahre praktiziert wird, hält sich mein Mitgefühl doch in Grenzen
Also, ja bei einem Mal kann ich Verständnis aufbringen, beim zweiten mal würde ich die Stirn runzeln, es aber noch verstehen, aber danach würde dieser Mensch bei mir kein Verständnis mehr finden. Denn dann ist das keine Affekthandlung mehr sondern vorsätzlich.

Hättest du also Mitgefühl mit jemandem der Hausarrest verteilt? Nein? Komisch - Eine bewusste Strafe ist immer etwas anderes als eine Affekthandlung. Den Vergleich finde ich ein wenig schwierig...oder ich verstehe nicht völlig worauf du hinaus möchtest.

Zitat:
Zitat von Die_Farbe_Lila Beitrag anzeigen
Du meinst also, du schickst es noch kurz ins Zimmer, damit es über seine Handlungen nachdenkt und bestrafst es später?
Das Kind auf sein Zimmer zu schicken und es später zu bestrafen finde ich wesentlich weniger schlimm als das Kind unrechtmässigerweise oder in ungerechter Weise zu bestrafen. Das man mit dem Kind vorher darüber reden sollte haben wir ja schon ausgiebig geklärt und sind uns in diesem Punkt ja auch einig. Dem Kind die Möglichkeit zu geben darüber nachzudenken sehe ich eher als logische Erweiterung davon an

Insbesondere wenn es etwas ist bei dem man selbst ratlos ist halte ich überstürztes handeln das einem im Nachhinein leid tun könnte für falsch. Wie schon gesagt...Verantwortung und Konsequenzen...


Ich kann dich insofern "beruhigen" als das meine Erfahrungen auch nur darauf beruhen das ich mehrfach Kleinkinder betreut und mich eine Zeitlang als Babysitter verdingt habe. Ich weiss auch noch nicht wie ich mich als Vater anstelle...aber ich hoffe nach wie vor das ich es innerhalb der nächsten 10 Jahre herausfinden darf...und die Anstrengung ist es allemal wert. Es gibt nichts auf der Welt das Kinder aufwiegen könnte

Aber...ja es sieht ganz so aus als hätten wir die meisten anderen verschreckt - ist ja aber auch ein sehr spezielles Thema
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Alt 28. July 2010, 12:07   #51
Kücken
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ich gehe jetzt nicht auf alles ein, aber eines hat mich doch sehr erschreckt.
welchen sinn soll es machen, einem kind in der v dir beschriebenen sandkastensituation den hintern zu versohlen?

das kind haut das andere kind doch nicht aus dem grund, von dir gesetzte grenzen überschreiten (oder in dem falle ja auch generelle gesellschaftl. normen) sondern weil es sich in der situation nicht anders zu helfen weiss.

je nach alter finde ich es viel sinnvoller zu vermittlen (teilen, zeitregelung für die schaufel, whatever), oder wenn das kind reif genug ist, dem kind zu sagen dass es die situation ohne gewalt lösen muss, sonst könne es nicht mit anderen kindern im sandkasten spielen und dem kind evtl. einen lösungsvorschlag geben. wenn es auch bei nem älteren kind nicht klappt, muss man das kind halt woanders in den sandkasten setzen, oder es ganz rausnehmen.

du hast ja vor allem auch keine ahnung was vorgefallen ist. die kinder könnten sich darauf geeiningt haben dass jeder mal abwechselnd darf, jeder mal kurz, nur hat jedes kind ein andres zeitverständnis. oder oder. es gibt viele möglichkeiten. möglicherweise war dein eignes im recht den eimer zu haben. dass es trotzdem falsch ist das andere kind zu hauen ist klar.

wenn ich versuche mich ind as kind hineinzuversetzen, fände ich es äussert ungerechtwarum soll ich das kind nicht hauen und werde dafür selbst gehauen? warum werde ich ausserdem vor diesem kind, was den eimer hat obwohl ich dran war/ obwohl ich ihn haben wollte gedehmütigt und nun hat das andre kind gewonnen. ich würde dem kind bei der nächsten geleheit eins auswischen irgendwie. ob nun verbal oder wieder mit gewalt, wenn keiner guckt.

gewalt zu bestrafen und dabei gewalt vorzuleben und als legitimes mittel zu nutzen ist relativ sinnlos.
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Alt 28. July 2010, 12:35   #52
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Anhand deines Beitrages merke ich das ich in meinem Beispiel ein bisschen zuviele Dinge stillschweigend vorausgesetzt habe - Sorry
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Alt 28. July 2010, 12:52   #53
Kücken
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was denn?
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Alt 28. July 2010, 12:57   #54
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Zitat:
Zitat von Kücken Beitrag anzeigen
das kind haut das andere kind doch nicht aus dem grund, von dir gesetzte grenzen überschreiten (oder in dem falle ja auch generelle gesellschaftl. normen) sondern weil es sich in der situation nicht anders zu helfen weiss. [...] wenn es auch bei nem älteren kind nicht klappt, muss man das kind halt woanders in den sandkasten setzen, oder es ganz rausnehmen. [...] du hast ja vor allem auch keine ahnung was vorgefallen ist.
Das ich die Grenze - hau andere Kinder nicht, sondern rede mit ihnen - gesetzt habe, das ich bereits andere Möglichkeiten "ausgeschöpft" habe (d.h. ist nicht unbedingt der erste Vorfall dieser Art), und das ich vor der Bestrafung mit den Kindern geredet habe und weiss was passiert ist.

Aber ich gebe zu das man meinen obigen Beitrag so lesen könnte als würde ich direkt hingehen und dem Kind den Hintern versohlen, nur weil ich sehe das es ein anderes Kind haut...wie gesagt - ungeschickt bzw. unzureichend beschrieben
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Alt 28. July 2010, 13:32   #55
Kücken
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auch in dem falle.
findest du das bild nicht lächerlich sinnlos?
mutter/vater sagt dem kind "man darf nicht schlagen" und schlägt es.
dann muss man sich halt was andres ausdenken. (schlagen is jetz vll übertrieben, kannst es auch mit hauen ersetzen oder sonstwas)

je nach situation, kann man dann den spielplatz verlassen, oder das kind für gewisse zeit auf ner bank sitzen lassen oder so.
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Alt 28. July 2010, 13:44   #56
RitterOhnePferd männlich
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Ja ich sehe den von dir aufgezeigten Zwiespalt in der Situation, und kann ihn nachvollziehen. Ich merke ich hätte mehr Zeit investieren sollen um ein passendes Beispiel zu finden - sobald mir ein passendes Beispiel einfällt werde ich das dann entsprechend zur Diskussion stellen.
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Alt 3. August 2010, 22:32   #57
Die_Farbe_Lila weiblich
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Das mit der Trotzphase habe ich auch schon irgendwo erwähnt, da stimme ich dir zu. Man kann dem Kind da trotzdem nicht alles durchgehen lassen, Trotzphase hin oder her.
Psychoanalyse wäre natürlich auch nicht angebracht, würde ich meinem Kind auch so schnell nicht antun. ;-)

Tut mir Leid, dass ich jetzt wieder mit einer Bitte komme, aber ich möchte schon gern wissen, was für positive Folgen eine solche Erziehung für den Betroffenen hat. Auf Anhieb fällt mir da jetzt nichts positives ein.

Dauerhafter Hausarrest kann niemals eine Lösung sein, da kommen wir nämlich wieder in den Bereich, wo ich mir immer die Frage stelle, was ein Kind dadurch lernen soll. Wir wissen ja, wie gut es vor allem bei Teenagern wirkt, die dadurch nur noch mehr das Gefühl bekommen, ausbrechen zu wollen. Nicht ganz unberechtigt, wie ich finde.

Zitat:
Also, ja bei einem Mal kann ich Verständnis aufbringen, beim zweiten mal würde ich die Stirn runzeln, es aber noch verstehen, aber danach würde dieser Mensch bei mir kein Verständnis mehr finden. Denn dann ist das keine Affekthandlung mehr sondern vorsätzlich.
Da sind wir wohl einer Meinung. :-)

Zitat:
Das Kind auf sein Zimmer zu schicken und es später zu bestrafen finde ich wesentlich weniger schlimm als das Kind unrechtmässigerweise oder in ungerechter Weise zu bestrafen.
Besser ist es auf alle Fälle. Ich hab so das Gefühl, dass man dem Kind damit seine eigene Unentschlossenheit vor Augen hält und die Situation dann ausgenutzt werden kann.
Übrigens: Nach der Erteilung der Strafe, fällt das Nachdenken viel leichter. Kommt wahrscheinlich auch auf das Alter an.

Freue mich schon auf dein Beispiel, damit ich es nachher auseinander nehmen und dir im Gegenzug viel bessere und effektivere Möglichkeiten aufzeigen kann. ;-)
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Alt 10. August 2010, 23:43   #58
Flashboy männlich
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