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#41 | ||||
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LD, hab das noch nie gehört. Macht aber Sinn, wenn Bestrafungen nach bereits kleinen Regelverstößen erfolgen und dem Kind somit jede Bewegungsfreiheit genommen wird.
Zitat:
Zitat:
Erstens hat jedes Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, sowohl aus rechtlicher als auch moralischer Sicht. Zweitens, lebst du dem Kind damit nur falsche Lösungsstrategien vor und als Elterteil stellt man auch immer eine Vorbildfunktion dar. Kinder lernen am Modell und weil Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sind, wird eben viel nachgeahmt. Möchtest du denn, dass dein Kind später zu einem Schlägertypen wird? Ich glaube kaum. Drittens, gibt es immer einen Lösungsweg. Wenn das Kind dich so auf die Palme bringt, sollte Ursachenforschung betrieben werden und ggf. die eigenen Erziehungsmethoden beleuchtet und kritische hinterfragt werden. Falls man selber nicht mehr weiterkommt, sollte Hilfe von außen geholt werden. Damit mich keiner falsch versteht: Ich sage nicht, dass Eltern sich alles gefallen lassen müssen. Grenzen muss es geben und diese sollten auch eingehalten werden. Konsequenzen müssen sein, denn Kinder brauchen eine gewisse Lenkung. Zitat:
Zitat:
Die Grenzen sind fließend. Intentionale Erziehung enthält immer auch etwas vom funktionalen. Andersrum geht es aber nicht. Verbessert mich bitte, wenn ich da falsch liege.
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Also pauschal "gewaltfrei" zu rufen, aber Hausarrest zu legitimieren passt möglicherweise nicht ganz zusammen ![]() Zitat:
Und was bezeichnest du jetzt als "Schlägertyp"? Sowohl Silencer, Maliarda und auch ich wurden - wie du ja sicherlich schon gelesen hast - als Kinder mal "geschlagen". Allerdings - und da lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster - behaupte ich das keiner von uns dreien ein "Schlägertyp" ist, und jeder von uns in der Lage ist, Konflikte mithilfe eines verbalen Schlagabtausches zu lösen (ja diese Allegorie musste jetzt sein ).Zitat:
Etwas plump ausgedrückt: Ich setze Grenzen und bestimme ein Strafmaß bei einer Übertretung. Ich erkläre dem Kind wieso diese Grenze da ist, und was passiert wenn es sie übertritt. Das Kind übertritt sie also trägt es die Konsequenzen. Das es durchaus Elternhäuser gibt in denen das anders abläuft - natürlich. Aber ich spreche ja jetzt auch gerade für mich und nicht für die Allgemeinheit ![]() Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Sieht man extrem oft in Kindergärten und Grundschulen. Die "Pädagogen" bzw. "Erzieher" dort haben ihre eine großartige Methode beigebracht bekommen und wenden sie ohne Rücksicht auf Verluste auf die Kinder an. Habe mich daher wohl in meinem vorhergehenden Post nicht so ganz klar ausgedrückt - Sorry .In meinen Augen sollte jedes Kind die Welt auf seine eigene Art und Weise kennenlernen dürfen. Man darf ihm Angebote machen, die Entscheidung diese anzunehmen sollte aber nach wie vor bei dem Kind selbst liegen. Und solang das Kind "nicht vom Weg abkommt" sollte man es einfach machen und lernen lassen. Das "vom Weg abkommen" sollte ich allerdings besser noch ein wenig ausführen, ich probiere das mal an einem Beispiel und hoffe der Gedanke dahinter wird klar: Ein Kind möchte mit einem Spielzeug spielen das ein anderes Kind hat. Solange das erste Kind jetzt nicht hingeht und dem zweiten das Spielzeug einfach wegnimmt muss man da meines Erachtens noch nicht eingreifen - wer die Situation kennt und mal darüber nachdenkt wird erstaunt sein wie oft Kinder völlig von selbst zu einer einvernehmlichen Lösung kommen. Ein direktes Eingreifen um einen "möglichen" (große Betonung auf möglich) Konflikt der in einem von mehreren Fällen daraus werden würde vorzubeugen halte ich für falsch. Ich hoffe ich hab es vernünftig beschrieben...ist gar nicht so einfach das irgendwie aufzuschreiben
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Alter: 20
Beiträge: 421
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stelle mir aber, wie ritterohnepferd, auch die frage, welche strafen denn legitim sind. Zitat:
btw. wir reden hier doch vor allem über jüngere kinder. vielleicht so bis sieben, acht. ld und ritterohnepferd, wie stellt ihr euch das denn bei älteren kindern vor? oder gar bei teenagern? da klappt das mit 'hintern versohlen' wohl kaum mehr? zumal wenn man sich einen fünfzehnjährigen jungen vorstellt, der ne kleine, zierliche mutter hat, die ihn dann bestrafen sollte..
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Also gewisse Verhaltensweisen sind da schon gleich.
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Von einem Tier erwartest du aber nicht, dass es irgendwann in der Lage ist, Verantwortung für sich und seine Umwelt zu übernehmen und selbstbestimmt zu leben. Der Hund wird immer ein Hund sein, der auf das Herrchen/Frauchen hören soll und dessen Lebenswelt, salopp ausgedrückt, zwischen Fressnapf und Gassigehen liegt. Ein Kind wird irgendwann erwachsen und spätestens dann Verantwortung für sich und andere übernehmen müssen. Um dem gerecht werden zu können braucht es gewisse Grundlagen, die in der Erziehung gelegt werden. Das ist beim Tier einfach grundlegend anders.
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"Und was ich werden wollte war mir sofort klar, katholischer Priester, genau wie mein Papa" Bodo Wartke |
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Mag sein, dass du das anders sieht. In diesem Fall würde mich eine Begründung sehr interessieren. Allgemein lässt sich wohl sagen, dass die Strafe in einem akzeptablem Verhältnis zum Regelverstoß stehen muss. Vor allem sollte sie konstruktiv sein und dem Kind ermöglichen können, die Konsequenzen seines Handelns nachvollziehen zu können. Es muss ja lernen Verantwortung zu übernehmen. Hier hast du insofern Recht, dass die Bestrafung mit dem Hausarrest meist sinnlos erscheint und selten mit einer Grenzübertretung vereinbar ist. Hat das Kind mit einem Marker die ganze Wand angemalt, existiert hier keine Relation zu der Bestrafung mit Hausarrest. Zwei Sachen, die nichts miteinander zu tun haben. Das Kind wird somit nichts dabei lernen. So sieht es auch mit einer - wenn auch bewussten und nicht aus einer Affekthandlung herführenden - Prügelstrafe aus. Was genau lernt das Kind dabei? Zitat:
Es gibt auch Eltern, die da bewusst entgegensteuern und dann gerade wegen ihrer Kindheitserlebnisse gegen ein solches Vorgehen bei ihren Kindern sind. Doch auch hier gibt es genügend Beispiele, wo das nicht hingehauen hat und diesen Eltern unabsichtlich die Hand ausgerutscht ist. Und warum? Einfach weil die Muster noch vorhanden sind und diese unbewusst durchdringen. Man sollte die Auswirkungen also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zitat:
Gut, bei dir geschieht das aus einer Vorüberlegung heraus, was aber nicht weniger schlimm ist. Ich möchte nicht allzu persönlich werden und erwarte auch keine Antwort auf diese Frage, die solltet ihr euch selbst beantworten, aber: Wie habt ihr euch als Kind gefühlt, wenn euch mal der Hintern versohlt wurde? Damit meine ich weniger den körperlichen Schmerz. Zitat:
Aber da wieder die Frage: Wann sollte man Süßigkeitenverbot erteilen, wann Fernsehverbot und wann Hausarrest? Zitat:
Zitat:
Zitat:
![]() Man sollte Kindern schon die Möglichkeit geben, ihre Konflikte selbst lösen zu dürfen. Denn dazu sind sie meist sehr wohl in der Lage, einmischen ist hier Fehl am Platz und wirkt sich eher hemmend auf die Entwicklung des Kindes aus. Zitat:
Autorität und autoritär ist für mich jedenfalls nicht dasselbe. Autoritär handeln, hat - wie du bereits erwähnt hast - etwas mit Gehorsam zu tun, allerdings ohne die Taten und Meinung zu hinterfragen. Das sollte allerdings nicht das Ziel der Erziehung sein. Eine Autoritätsperson hingegen ist jemand, von dem man zwar Respekt hat, dies aber in einem positiven und wohlwollendem Sinne. Wenn man als Eltern Regeln aufstellt, und zwar begründete und keine willkürlichen, dann hat das Kind diese zu akzeptieren und zu respektieren. Man muss sich dann als Elternteil natürlich demensprechend verhalten und nicht vergessen, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Ich hoffe, das Missverständnis konnte somit aufgeklärt werden.
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Zitat:
- Mir ging es in meiner Argumentationskette eher darum das "gewaltlose Erziehung" ins Rechte Licht zu rücken. Hausarrest und ähnliches sollte nach Möglichkeit vor einer körperlichen Strafe kommen. Warum? Uff...grundsätzlich einfach weil man eine körperliche Strafe nicht steigern kann, außer mit noch mehr körperlicher Gewalt. Und da gibt es definitiv Grenzen die man niemals und unter keinen Umständen überschreiten sollte. Beispielsweise würde ich niemals zu einem Gegenstand als Hilfsmittel greifen.Das die Strafe immer in Beziehung und Relation zum Vergehen muss sehe ich auch so, da stimme ich dir völlig zu ![]() Das wichtige - und ich hoffe das kommt auch in meinen schon geschriebenen Beiträgen heraus - ist für mich das erklären vor der Strafe. Solange das Kind weiss warum es jetzt bestraft wird kann es das ganze in Relation setzen. Hier kann ich jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber da ich immer wusste wieso ich diese Strafe nun erhalte habe ich es niemals als emotional oder sinnlos empfunden, sondern schlichtweg als verdiente Strafe (najagut, manchmal waren meine kleinen Schwestern Schuld, aber das man dann stillschweigend die Strafe an ihrer statt akzeptiert gehört halt zum großer Bruder sein dazu...das ist aber wieder eine andere Geschichte...). Zitat:
Mmh...mit dem Absatz bin ich noch nicht gänzlich zufrieden, aber ich hoffe mal das der Gedanke dahinter klar wird. Falls nicht versuche ich es dann nochmal anders auszudrücken (hatte grad auch erst einen Kaffee ).Du hast natürlich Recht wenn du sagst das es prägt und - auch wenn die Umschreibung mir nicht ganz so schmeckt - "die Muster noch vorhanden sind". Allerdings habe ich den Eindruck das du immer vom schlimmstmöglichen Fall ausgehst. Probier doch mal die Extremfälle auszuklammern und es dann neu zu überdenken ![]() Aber vielleicht mal als kontoverse Aussage zum drüber nachdenken: Wer wüsste denn besser wie schmerzlich eine entsprechende Strafe ist als jemand der sie in ähnlicher Situation erlebt hat? Zitat:
Es gibt immer die Möglichkeit mit anderen über eine angemessene Strafe oder andere Konsequenzen zu reden wenn man selbst nicht mehr weiterkommt. Bis man darüber geredet hat oder sich entsprechend abgekühlt hat kann man das Kind auch ruhig eine Weile auf sein Zimmer schicken. Davon mal abgesehen haben auch Kinder sehr emotionale Momente und oft ist es sogar ganz gut wenn man bei gewissen "Vergehen" (blödes Wort...) dem Kind erstmal selbst noch Zeit gibt darüber nachzudenken bevor man es direkt bestraft. Zitat:
Allerdings wieso ist es aus einer Vorüberlegung heraus nicht weniger schlimm? Jap du hast Recht das die Strafen für jedes Kind individuell schlimmer oder weniger schlimm sind. Eine pauschale Aussage kann man da ganz und gar nicht treffen. Ich denke aber als Richtung sollte man versuchen die Strafen nach Ähnlichkeit zum Vergehen zu wählen. Wenn das Kind beispielsweise ein Eis aus der Kühltruhe mopst wäre ein Süßigkeiten Verbot meines Erachtens sinnvoller als ein Fernsehverbot. Natürlich kann man nicht immer eine solche "Zuordnung" machen, aber zumindest grundsätzlich als Richtung macht das in meinen Augen Sinn. Puh...nun der Abschnitt mit den Pädagogen. Ich muss gestehen das ich hier ein klein wenig vorbelastet bin und bisher wenig bis gar keine guten Erfahrungen mit denen gemacht habe. Ich denk nochmal über deine Aussage und deine Frage nach und versuch da später eine vernünftige Antwort drauf zu geben ![]() Zitat:
![]() *Ich hab jetzt mal versucht nicht so viel zu zitieren um es leserlicher zu gestalten...bezieht sich alles auf den Post über diesem.
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strafen führen eben dazu was ritter ohne pferd schon sagte (ich hoffe das warst du) er habe gewusst, dass die strafe da war, weil er sich schon wieder habe erwischen lassen. genau das war auch immer meine assoziation mit jeder strafe die ich bekommen habe.
maliarda du hattest gefragt was sonst gemacht würde wenn sie gegen regeln verstoßen- bin etwas spät dran, aber lies einfach was die farbe lila geschrieben hat zum thema schlechtes verhalten ignorieren, gutes loben. ganz abgesehen davon gibts hier keine regelverstöße. also ka, w vll seh ich auch grad keine aber sag mir mal typische regelverstöße von kindern von 3-10 J.vll. kann ich dann besser antworten, mir fällt grad nichts ein. der dreijährige fällt mir grad ein, hats nicht so mit dem umgang mit tieren. vermutlich weil hier ein sehr grober umgang mit tieren herrscht (hauptsächlich jetzt der welpe) und die einfach gehorchen müssen und er kann nicht einschätzen wann man grob zu nem tier sein darf und wann nicht. aber das ist nicht seine schuld. wenn ich zeit hab spiel ich dann mit ihm und dem hund (ohne grobheiten) oder ich nehm ihn einfach zur seit und sage dass das böse ist, muss manchmal auch mehrmals passieren, oder mit einer demonstration(nicht dass ich dabei sam tatsächlich wehtu, ich deute nur an was er grade beim hund gemacht hat) man muss dazu sagen sam hat down syndrom und ist schwer von begriff^^ deshalb zeig ich ihm auch wie man mit dem hund richtig spielt, statt es nur zu erklären, oder zeige was er schlechtes gemacht hat statt es nur zu erklären. wenn ich es mal nicht sehe, nehmen die dinge ihren lauf, hund (ein sehr sehr geduldiges tier) kratzt oder shcnappt irgendwann, sam weint und hat immer noch nicht gelernt ;-) beim ältesten klappts nicht su super, vll ist er auch schon zu alt und "ver" zogen wobei alle im allgemeinen sehr brave kinder sind und immer besser werden. (nicht meine wahrnehmung, sagen kindergarten/schule/verwandte, klavierlehrer- ich kanns schwer beurteilen) sry, habs nich mit strukturiertem schrieben. //1- ich weiss nicht obs mit allen kindern so funktioniert. ich werds irgendwann bei meinen eignen sehen^^ ich hatte auch shcon mit kindenr zu tun da gings nicht so auf die shcnelle innerhalb einiger monate, aber da müssen die eltern nat. auch mitpsielen, und an der schule kann mans mehr oder minder eh vergessen, keine zeit, und man kann auch nichts richten was die eltern anders machen. als ich an der shcule (für behinderte) geabeitet hab gabs schon strafen, generell ausschluss aus der gemeinschaft für besimmte zeit, zB mittagessen am eignen tisch. 2-an alle möchtegernsupereltern- wartet mal bis ihr selbst kinder habt;-) theoretisch ist das alles immer schön einfach.
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Alter: 19
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Zitat:
Natürlich ist es enorm wichtig, dem Kind vor der eigentlichen Strafe zu erklären, warum man zu dieser greift. Es ist aber genauso wichtig herauszufinden, warum das Kind diese Grenze überhaupt überschritten hat. Also nicht nur reden und erklären, sondern auch zuhören können, ist hier von großer Bedeutung. Zitat:
Ob physische Gewalt seitens der Eltern einem Individuum geschadet hat, kann man eigentlich fast gar nicht überprüfen, zumindest wenn es keine traumatischen Auswirkungen hat. Fakt ist jedoch, dass diese Erfahrung unsere Persönlichkeit beeinflusst, die Beziehungen zu anderen Menschen, Normvorstellungen und viele weitere Dinge im Leben. Insofern hast du Recht damit, dass ich mich mit meiner Aussage sehr weit aus dem Fenster lehne, doch glaube ich nicht, dass es hierbei positive Folgen für die Entwicklung eines Kindes gibt (ohne nur kaum). Zitat:
Zitat:
Ja, wirst du mir da nicht zustimmen, dass man für so einen Menschen doch Verständis aufbringen kann? Hingegen bei einer überlegten Handlung, kurz einem ganz anderen Erziehungsstil, welches über Jahre praktiziert wird, hält sich mein Mitgefühl doch in Grenzen Zitat:
Alles, was ich hier schreibe, beruht natürlich auf wenigen praktischen Erfahrungen und vorwiegend theoretischen Wissen. All das ist nur Kindergartenpsychologie, wie ich mich dann tatsächlich als Mutter anstelle, kann ich jetzt natürlich noch nicht wissen. Ich glaube, das wird sehr anstrengend. ;-) Trotzdem möchte ich betonen, dass Erziehung mit zielgerichtete Handeln zu tun hat, eine bewusste Auseinandersetzung ist also sehr wünschenswert. Ich hoffe auch, dass wir manche Eltern mit unserer Diskussion hier nicht abgeschreckt haben und würde mich weiterhin auf Erfahrungswerte freuen.
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Jedem das Seine geben: Das wäre die Gerechtigkeit wollen und das Chaos erreichen. Friedrich Nietzsche Geändert von Die_Farbe_Lila (24. July 2010 um 11:47 Uhr) |
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Ort: Im hier und jetzt...oder knapp daneben
Beiträge: 137
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So dann mal (endlich *g*) nochmal was dazu von mir:
Wieso sollte es in keiner Beziehung zum Vergehen stehen wenn man dem Kind den Hintern versohlt? Klar ist das für "Bagatelldelikte" keine vernünftige Strafe. Wann ist das für mich eine gerechtfertigte Strafe? Berechtige Frage, schwierig darauf zu antworten, da die bisherige Diskussion ja eher darum rankte das du es grundsätzlich ablehnst, ich es jedoch nicht grundsätzlich ausschliesse, aber ich versuche trotzdem mal eine passende Diskussion zu beschreiben. Eine Situation die das rechtfertigen würde wäre für mich beispielsweise wenn ein Kind ein anderes vorsätzlich verletzt - wenn sie im Sandkasten spielen, das eine Kind möchte den Eimer haben bekommt ihn jedoch nicht und haut das andere Kind dann einfach so mehrfach mit der Schaufel. Zu sagen das es wichtig ist herauszufinden warum ein Kind eine bestimmte Grenze überschritten hat ist natürlich wichtig, allerdings überschreiten Kinder die ihnen gesetzten Grenzen nicht immer aus einem bestimmten ("vernünftigen") Grund. Kinder haben auch ihre "Trotzphasen" in denen sie es einfach vorsätzlich tun um die Eltern zu einer Reaktion zu provozieren, oder um auszutesten wie weit sie gehen können. Sowas kommt je nach Kind unterschiedlich häufig vor und das - in meinen Augen - einzig sinnvolle ist es hinzunehmen und zu warten bis diese Phase abgeschlossen ist. Direkt eine Psychoanalyse zu starten und zu überlegen was falsch gelaufen ist bringt da nichts - außer das sie höchstens schadet (wie fast immer...). Natürlich kann ich hier nur für mich selbst sprechen - und das aus einer Perspektive die ein paar Jahre älter ist als die gemachten Erfahrungen. Das es Kinder durchaus als ungerecht empfinden können liegt im Bereich des möglichen. Aber nur weil ein Kind es zu dem Zeitpunkt als ungerecht empfindet (empfinden könnte...) ist das noch kein Grund es pauschal auszuklammern wenn es dem Kind auf lange Sicht helfen würde. Hier muss man denke ich den Langzeiteffekt mit in Betracht ziehen. Von daher ist deine Erfahrung und die Schlussfolgerung die du daraus ziehst normal und größtenteils berechtigt, aber die Betrachtungsweise vielleicht ein wenig zu eingeengt ![]() Jaaa...hat es nun positive oder negative Folgen...ich schätze darüber kann man Ewigkeiten diskutieren oder seitenlange Studien verfassen, und am Ende kommt es doch auf die Gesamtsituation an. An dieser Stelle können wir keine Aussage treffen, das wir da leicht unterschiedliche Ansichten haben ist ja schon offensichtlich, aber das macht ja nichts ![]() Über den Grad der Beeinflussung könnten wir jetzt auch wieder streiten, aber - wie du schon schön gesagt hast - kann sich da nur jeder von uns weit aus dem Fenster lehnen. Das bei völlig falscher Anwendung von Strafen - egal welcher Art - traumatische Auswirkungen als Folgeerscheinung auftreten können ist eine berechtigte Sorge. Hier die anderen Strafen auszuklammern würde ich als ein wenig ungerecht empfinden, da ein Kind das quasi unter Dauerhaftem Hausarrest steht auch "Schäden" davontragen kann. Da es vom Mißbrauch der Strafe, den Umständen und der geistigen Stärke des jeweiligen Menschen abhängt bin ich aber auch hier der Ansicht das eine eindeutige Aussage zugunsten einer Seite nicht möglich ist. Die Affekthandlung hast du schön beschrieben, aber das ist einer der Punkte auf die ich hinauswollte. Jeder Mensch ist für sein Handeln verantwortlich und muss die Konsequenzen tragen - im bestmöglichsten Fall sollte man sich über die Konsequenzen vor der Handlung im klaren sein. Ein vereinzelter Fehler, eine Affekthandlung quasi, kann jedem Menschen passieren, jedoch ist ein einzelner Ausrutscher für mich etwas anderes als wiederholte Ausrutscher. Wer sehr stark emotional wird und die Situation falsch bewertet - und als Resultat einen Fehler begeht - soll jetzt nicht von mir hier verurteilt werden, sondern diejenigen bei denen es "andauernd" dazu kommt. Absolut allerspätestens nach dem zweiten Mal wird es völlig Verantwortungslos. Zitat:
Hättest du also Mitgefühl mit jemandem der Hausarrest verteilt? Nein? Komisch - Eine bewusste Strafe ist immer etwas anderes als eine Affekthandlung. Den Vergleich finde ich ein wenig schwierig...oder ich verstehe nicht völlig worauf du hinaus möchtest.Zitat:
![]() Insbesondere wenn es etwas ist bei dem man selbst ratlos ist halte ich überstürztes handeln das einem im Nachhinein leid tun könnte für falsch. Wie schon gesagt...Verantwortung und Konsequenzen... ![]() Ich kann dich insofern "beruhigen" als das meine Erfahrungen auch nur darauf beruhen das ich mehrfach Kleinkinder betreut und mich eine Zeitlang als Babysitter verdingt habe. Ich weiss auch noch nicht wie ich mich als Vater anstelle...aber ich hoffe nach wie vor das ich es innerhalb der nächsten 10 Jahre herausfinden darf...und die Anstrengung ist es allemal wert. Es gibt nichts auf der Welt das Kinder aufwiegen könnte ![]() Aber...ja es sieht ganz so aus als hätten wir die meisten anderen verschreckt - ist ja aber auch ein sehr spezielles Thema
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Alter: 22
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ich gehe jetzt nicht auf alles ein, aber eines hat mich doch sehr erschreckt.
welchen sinn soll es machen, einem kind in der v dir beschriebenen sandkastensituation den hintern zu versohlen? das kind haut das andere kind doch nicht aus dem grund, von dir gesetzte grenzen überschreiten (oder in dem falle ja auch generelle gesellschaftl. normen) sondern weil es sich in der situation nicht anders zu helfen weiss. je nach alter finde ich es viel sinnvoller zu vermittlen (teilen, zeitregelung für die schaufel, whatever), oder wenn das kind reif genug ist, dem kind zu sagen dass es die situation ohne gewalt lösen muss, sonst könne es nicht mit anderen kindern im sandkasten spielen und dem kind evtl. einen lösungsvorschlag geben. wenn es auch bei nem älteren kind nicht klappt, muss man das kind halt woanders in den sandkasten setzen, oder es ganz rausnehmen. du hast ja vor allem auch keine ahnung was vorgefallen ist. die kinder könnten sich darauf geeiningt haben dass jeder mal abwechselnd darf, jeder mal kurz, nur hat jedes kind ein andres zeitverständnis. oder oder. es gibt viele möglichkeiten. möglicherweise war dein eignes im recht den eimer zu haben. dass es trotzdem falsch ist das andere kind zu hauen ist klar. wenn ich versuche mich ind as kind hineinzuversetzen, fände ich es äussert ungerechtwarum soll ich das kind nicht hauen und werde dafür selbst gehauen? warum werde ich ausserdem vor diesem kind, was den eimer hat obwohl ich dran war/ obwohl ich ihn haben wollte gedehmütigt und nun hat das andre kind gewonnen. ich würde dem kind bei der nächsten geleheit eins auswischen irgendwie. ob nun verbal oder wieder mit gewalt, wenn keiner guckt. gewalt zu bestrafen und dabei gewalt vorzuleben und als legitimes mittel zu nutzen ist relativ sinnlos.
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#52 |
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Anhand deines Beitrages merke ich das ich in meinem Beispiel ein bisschen zuviele Dinge stillschweigend vorausgesetzt habe - Sorry
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#53 |
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was denn?
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#54 | |
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Zitat:
Aber ich gebe zu das man meinen obigen Beitrag so lesen könnte als würde ich direkt hingehen und dem Kind den Hintern versohlen, nur weil ich sehe das es ein anderes Kind haut...wie gesagt - ungeschickt bzw. unzureichend beschrieben
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#55 |
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auch in dem falle.
findest du das bild nicht lächerlich sinnlos? mutter/vater sagt dem kind "man darf nicht schlagen" und schlägt es. dann muss man sich halt was andres ausdenken. (schlagen is jetz vll übertrieben, kannst es auch mit hauen ersetzen oder sonstwas) je nach situation, kann man dann den spielplatz verlassen, oder das kind für gewisse zeit auf ner bank sitzen lassen oder so.
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#56 |
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Ja ich sehe den von dir aufgezeigten Zwiespalt in der Situation, und kann ihn nachvollziehen. Ich merke ich hätte mehr Zeit investieren sollen um ein passendes Beispiel zu finden
- sobald mir ein passendes Beispiel einfällt werde ich das dann entsprechend zur Diskussion stellen.
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#57 | ||
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Das mit der Trotzphase habe ich auch schon irgendwo erwähnt, da stimme ich dir zu. Man kann dem Kind da trotzdem nicht alles durchgehen lassen, Trotzphase hin oder her.
Psychoanalyse wäre natürlich auch nicht angebracht, würde ich meinem Kind auch so schnell nicht antun. ;-) Tut mir Leid, dass ich jetzt wieder mit einer Bitte komme, aber ich möchte schon gern wissen, was für positive Folgen eine solche Erziehung für den Betroffenen hat. Auf Anhieb fällt mir da jetzt nichts positives ein. Dauerhafter Hausarrest kann niemals eine Lösung sein, da kommen wir nämlich wieder in den Bereich, wo ich mir immer die Frage stelle, was ein Kind dadurch lernen soll. Wir wissen ja, wie gut es vor allem bei Teenagern wirkt, die dadurch nur noch mehr das Gefühl bekommen, ausbrechen zu wollen. Nicht ganz unberechtigt, wie ich finde. Zitat:
Zitat:
Übrigens: Nach der Erteilung der Strafe, fällt das Nachdenken viel leichter. Kommt wahrscheinlich auch auf das Alter an. Freue mich schon auf dein Beispiel, damit ich es nachher auseinander nehmen und dir im Gegenzug viel bessere und effektivere Möglichkeiten aufzeigen kann. ;-)
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#58 |
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Ort: FFM
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meine mom hat mich mit popo klatschen gut erzogen also was heist gut also ich habe respcket vor mein ältern und so und benehme mich auch ggn andere älter leute gut
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