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Welt Aids Tag 2007

Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere

Welt Aids TagStop AIDS. Keep the Promise! - das internationale Motto der diesjährigen Welt-Aids- Kampagne und des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember erinnert Politiker in aller Welt an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen vom Juni 2001 gegebenes Versprechen, sich stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren.

Selbstverständlich möchten auch wir von MyProblems.de die Aktion unterstützen und Euch auf die Gefahren von HIV-/ Aids aufmerksam machen. Nehmt Euch die Zeit den folgenden Artikel durchzulesen. Weitere Fragen könnt Ihr im Forum diskutieren, wir haben dafür extra einen Welt Aids Tag Thread eingerichtet.

Rund die Hälfte der weltweit über 40 Millionen Menschen mit HIV und Aids sind Frauen. Für Frauen ist Sex ohne Kondom mit einem infizierten Mann statistisch gesehen etwa doppelt so gefährlich wie für Männer, die ungeschützten Sex mit einer HIV-infizierten Frau haben. Mindestens ebenso wichtig ist: Viele Frauen, die sich beim Sex vor einer HIV-Infektion schützen wollen, sind auf die Unterstützung der Männer angewiesen, denn der effektivste Schutz ist ein richtig angewendetes Kondom. Sehr viele Mädchen und Frauen können aber nicht selbst bestimmen, ob und wie beim Sex Maßnahmen zum Schutz vor HIV, anderen sexuell übertragbaren Krankheiten und unerwünschter Schwangerschaft ergriffen werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie rechtlich, wirtschaftlich oder gefühlsmäßig von Männern abhängig sind. Wichtig ist daher auch, Männer darin zu unterstützen, ihre Verantwortung für sich selbst, ihre Partner/innen und ihre Familien wahrzunehmen

Harte Fakten zum Thema AIDS - Arme und reiche Länder, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Heute leben mehr als 40 Mio. Menschen mit HIV und Aids - 95 % davon in Entwicklungsländern. Aber nur ein kleiner Bruchteil von ihnen bekommt - anders als in den Industrieländern - wirksame Medikamente gegen HIV. Hier sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam in der Pflicht - 8.000 Aids-Tote pro Tag sind eine Mahnung an uns alle. Aids bringt Leid über Millionen Familien, zerstört ganze Gesellschaften, macht mühsam erreichte Entwicklungsfortschritte zunichte. Nach Schätzungen der WHO hat weniger als ein Fünftel aller Menschen weltweit Zugang zu Präventions- und Beratungsangeboten. Bis Mitte 2006 bekamen nur 24 Prozent der Betroffenen weltweit die lebensnotwendigen Medikamente. 2006 beschlossen die UN-Mitgliedsstaaten das Ziel "universeller Zugang zu Präventionsangeboten, Beratung, Behandlung und Pflege" bis zum Jahr 2010 umzusetzen.


Deutschland gibt im Kampf gegen HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten ein gutes Beispiel: Schon seit Mitte der 80er Jahre besteht bei uns eine erfolgreiche Arbeitsteilung zwischen der staatlichen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die sich mit ihren Maßnahmen in der Präventions-Kampagne "Gib Aids keine Chance"7 an die Allgemeinbevölkerung richtet, und der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), die Präventionsangebote für besonders bedrohte und betroffene Gruppen entwickelt. Dazu gehören z. B. Männer, die Sex mit Männern haben, Drogengebraucher, Inhaftierte, Beschaffungs- und Zwangsprostituierte sowie Menschen aus Ländern, in denen HIV/Aids besonders weit verbreitet sind. Schon früh hat man bei uns erkannt: Selbsthilfeorganisationen sind unverzichtbar, weil sie den besten Zugang zu ihren Zielgruppen haben. Und Informations- und Aufklärungskampagnen für die gesamte Bevölkerung sind nicht zuletzt die Voraussetzung für die breite gesellschaftliche Akzeptanz der Präventionsbotschaften und dafür, dass die Prävention in einem Klima der Solidarität und ohne Diskriminierung wirksam werden kann.


Nach Jahren, in denen die Zahl der neu festgestellten HIV-Infektionen bei uns auf niedrigem Niveau etwa stabil blieb, ist in letzter Zeit ein Anstieg bei Männern festzustellen, die Sex mit Männern habe - nach wie vor die am stärksten betroffene Gruppe. Dafür gibt es viele Gründe: Allgemein wird Aids bei uns heute nicht mehr als unmittelbare tödliche Gefahr wahrgenommen, sondern als behandelbare Krankheit, und manche halten sie fälschlicherweise sogar für heilbar. Dazu hat neben der Werbung für HIV-Medikamente sicher auch beigetragen, dass die Krankheit aufgrund der Therapiemöglichkeiten nicht mehr auf Anhieb zu erkennen ist und Jüngere den mit Aids verbundenen Schrecken oft nur vom Hörensagen kennen. Ein weiterer Grund: Nach zwanzig Jahren Safer Sex gibt es bei manchem gewisse Ermüdungserscheinungen. Sex mit Kondom ist nie "selbstverständlich" gewesen - schon gar nicht für schwule Männer, die sich um (Schwangerschafts-)Verhütung keine Gedanken machen mussten. Wenn nicht der Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten notwendig wäre, würden die meisten wohl gerne auf das Kondom verzichten. Auch individuelle Lebensverhältnisse spielen eine wichtige Rolle: Viele junge Menschen z. B. machen sich wenig Gedanken um ihre gesundheitliche Zukunft, wenn sie keine Berufsperspektive sehen, und mancher sieht wenig Anreiz, gesund alt zu werden, wenn seine oder ihre Vorstellung vom Alter eher negativ besetzt ist. Und nicht zuletzt muss Prävention neben dem Appell, sich selbst zu schützen, noch mehr als bisher auf die Verantwortung für den Schutz der anderen setzen
müssen.


Selbsthilfe, professionelle Hilfe, Zivilgesellschaft, ehrenamtliches Engagement

Selbsthilfe kann oft früher und schneller auf neue Entwicklungen reagieren als professionelle Einrichtungen. Dennoch kann auf die Arbeit von professionellen Mitarbeitern nicht verzichtet werden, denn es wird immer Menschen geben, die sich (noch) nicht selbst helfen können. Unterstützt und ergänzt werden Selbsthilfe und Fremdhilfe durch vielfältiges Engagement der Zivilgesellschaft, insbesondere im ehrenamtlichen Bereich - in allen Altersgruppen, quer durch alle Schichten. Angesichts leerer Kassen und der Ausblendung und Bagatellisierung von HIV und Aids ist dieses freiwillige Engagement wichtiger denn je: Es macht Solidarität erfahrbar, trägt Ziele und Ideen in die Gesellschaft (z. B. die Anerkennung verschiedener Lebensweisen als gleichberechtigt), trägt zur Aufklärung und Information bei und ermöglicht ein umfangreiches und vielfältiges Unterstützungsangebot - von Sportgruppen bis hin zur persönlichen Begleitung von Menschen mit HIV und Aids.

 

Hier findet Ihr die Videos
zum Welt Aids Tag 07
mit Samy Deluxe und
Philipp Lahm

Bobbele würde heute
ganz sicher ein
Kondom benutzen,
ganz sicher!

Ihr könnt im MyProblems
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andere Geschlechts-
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